Welcher Topper hilft bei Rückenschmerzen?

Topper tragen dazu bei, den Liegekomfort auf einer Matratze deutlich zu erhöhen. So lässt sich etwa eine zu harte Matratze durch einen weichen oder elastischen Topper ausgleichen. Schlechte Liegegewohnheiten oder eine unvorteilhafte Matratze sind eine häufige Ursache für Rückenschmerzen. Wer unter Rückenschmerzen leidet, kann von der Wahl des richtigen Toppers profitieren. Der Topper kann den Rücken anatomisch sinnvoll unterstützen. Dies wirft die Fragen auf, welche Art von Topper für welchen Schlaftypen die Richtige ist und worauf es beim Kauf zu achten gilt.

Warum bekommt man Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen beim oder nach dem Schlafen hängen oft mit einer ungeeigneten Liege-Unterlage zusammen. Häufig passt der Härtegrad der Matratze nicht zum Körper, insbesondere zur Wirbelsäulen-Anatomie. Ist eine Matratze beispielsweise zu hart, so leidet die Wirbelsäule, da sie nicht korrekt entlastet wird. Der Körper reagiert darauf, indem er versucht, eine schonende Position einzunehmen. Dies kann weitere Fehlbelastungen nach sich ziehen. In der Folge leidet auch der Schlaf darunter.

Abhilfe verspricht hier ein passender Topper aus dem Matratzen Topper Test. Dieser wirkt sich positiv auf das Liegegefühl aus, wenn er zur Anatomie des Körpers passt. Ist die Matratze zu hart, so lässt sich der Härtegrad mit dem Topper anpassen. Ein weicher und elastischer Topper macht das Liegegefühl auf der Matratze bequemer.

Topper haben weitere positive Eigenschaften. So wirken sie der Bildung von Kuhlen auf der Matratze entgegen. Eine Topper-Abdeckung führt dazu, dass der Druck auf die Matratze gleichmäßiger verteilt wird. Weiterhin tragen Topper zu positiven Klimaeigenschaften der Matratze bei. Da Menschen während des Schlafs Scheiß verlieren, kann dieser die Matratze angreifen. Eine schnellere Abnutzung ist die Folge. Mit einem Topper lässt sich die Haltbarkeit der Matratze deutlich erhöhen, da der Topper die Matratze vor dem schädlichen Schweiß schützt. Durch die verbesserte Dämpfung schützt der Topper weiterhin den Matratzenkern.

Unterschiedliche Materialien der Topper

Matratzen-Topper sind in zahlreichen Materialien und Ausführungen erhältlich. Der Wahl des Materials kommt eine entscheidende Bedeutung zu, da das Material über die Liegeeigenschaften sowie die Anpassung des Körpers entscheidet. Jede Topper-Art weist dabei spezifische Vor- und Nachteile auf.

Kaltschaum Topper
Topper aus Kaltschaum sind eine feste Unterlage mit hoher Elastizität. Einige Kaltschaum-Topper erreichen Höhen von bis zu 10 Zentimetern. Das Liegegefühl ist dynamisch und leicht federnd. Harte Matratzen lassen sich mit Kaltschaum ausgleichen. Das Liegegefühl wird bei Rückenproblemen verbessert. Zu unterscheiden sind Kaltschaum-Topper von Komfortschaum. Komfortschaum ist tendenziell weicher, wohingegen Kaltschaum-Topper im Vergleich zu anderen Toppern relativ hart sind.

Ein großer Vorteil der Kaltschaum Topper sind günstige Anschaffungspreise. Weiterhin haben sie vorteilhafte klimatische Eigenschaften. Kaltschaum nimmt die Körperwärme sehr gut auf und leiten sie weiter. Daher eignen sich diese Topper auch für Menschen, die nachts viel schwitzen. Die Anpassung an die Körper-Anatomie ist bei Kaltschaum nicht optimal. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass Kaltschaum-Topper eine begrenzte Lebensdauer haben.

Visco-Topper
Visco-Topper sind viskoelastisch, das heißt, sie passen sich nahezu perfekt an die jeweilige Körperform an. Das Liegegefühl ist speziell, da Schlafende eher darin einsinken. Bei Toppern aus Gel- oder Kaltschaum haben Menschen eher das Gefühl, zu schweben. Visco-Topper eignen sich aufgrund ihrer Anpassung grundsätzlich für alle Schläfertypen mit Rückenschmerzen, egal ob Seiten-, Bauch- oder Rückenschläfer. Auch nach einem Bandscheibenvorfall können Visco-Topper ein angenehmes Liegegefühl schaffen. Zu beachten ist, dass Visco Topper thermoelastisch sind. Da sie sehr weich und warm ausfallen eignen sie sich nicht für Menschen, die im Schlaf stark schwitzen.

Gelschaum-Topper
Topper aus Gelschaum sind tendenziell etwas hochpreisiger, doch passen sie sich dem Körper hervorragend an. Sie bieten eine optimale Druckentlastung der Wirbelsäule. Gelschaum ist ursprünglich für medizinische Einsätze entwickelt worden. Er besteht aus hochwertigen Stoffen und wird ohne Weichmacher produziert. Gelschaum Topper sind hochelastisch, dabei jedoch stets formstabil. Gelschaum kann die vorteilhaften Eigenschaften des Kaltschaums sowie des Visco-Materials verbinden.

Dank der Anpassung an den Körper eignen sich Gelschaum sehr gut zur Verminderung von Rückenbeschwerden. Ein erholsamer Schlaf wird gefördert. Weiterhin hat Gelschaum die Eigenschaft, dass er nicht thermoelastisch ist. Dies ist ein Vorteil gegenüber Visco: die Anpassung des Gelschaums ist damit unabhängig von der Körpertemperatur und ändert sich nicht durch Wärme. Gelschaum hat weiterhin eine sehr kurze Rückstellzeit. Diese tritt sofort mit einer Veränderung der Schlafposition ein. Damit ist Gelschaum die richtige Wahl für Schläfer, die nachts dazu neigen, oft die Lage zu wechseln.

Gelschaum-Topper zeichnen sich überdies durch gute Luftzirkulation aus. Übermäßiges Schwitzen beim Schlaf wird damit vermieden. Dies trägt weiterhin zur Langlebigkeit des Toppers sowie der damit geschützten Matratze bei. Auch ist Gelschaum allergikergeeignet, da das offenporige Material Hausstaub-Milben kaum eine Chance zur Einnistung lässt. Gelschaum-Topper eignen sich auch zum Einsatz in Boxspringbetten.

Latex Topper
Latex-Topper sind allgemein etwas teurer, da es sich um ein hochwertiges Naturmaterial handelt. Latex ist besonders atmungsaktiv und sorgt damit für ein angenehmes Schlafklima. Latex-Topper sind von weicher bis mittelweicher Natur. Da sie punktelastisch sind, handelt es sich um sehr komfortable Topper mit guter Druckentlastung. Zu beachten ist, das Latex ein hohes Eigengewicht aufweist. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit, den Topper genau abgestimmt auf die Matratze zu kaufen. Die Matratze muss hierbei bereits eine gewisse Festigkeit aufweisen, damit der Topper sie nicht eindrückt. Eine Kombination aus Latex Topper und Memoryschaum-Matratze empfiehlt sich beispielsweise nicht. Mit Federkern-Matratzen lassen sie sich hingegen gut kombinieren.

Für welchen Schlaftyp ist welcher Topper geeignet?

Es stellt sich die Frage, welche Topper-Art beziehungsweise welches Material für verschiedene Schlaftypen bei Rückenschmerzen geeignet sind. Zu unterscheiden sind grundsätzlich Seitenschläfer, Bauchschläfer und Rückenschläfer.

Seitenschläfer

Für Seitenschläfer mit Rückenschmerzen ist ein Topper empfehlenswert, der in jeder Seitenlage gut nachgibt. Hier kommen Rückenschmerzen oft von einer Fehlbelastung der Schulter oder der Hüfte. Beide Körperteile sollten gut in den Topper einsinken können, während andere Bereiche des Körpers gut abgestützt werden. Visco-Topper eignen sich hier aufgrund der thermoelastischen Eigenschaften. Damit passt er sich exakt der Körperkontur an. Der thermoelastische Effekt führt allerdings dazu, dass das Material sich nur langsam anpasst. Dies kann störend für Personen sein, die sich im Bett oft bewegen und drehen.

Ein Gelschaum-Topper umgeht dieses Problem, da er nicht so sehr auf Wärme reagiert. Damit ist er weniger träge und kehrt schnell in die Ursprungsform zurück. Außerdem zeigt er weniger Wärmeentwicklung und sorgt damit für ein angenehmes, kühles Schlafklima.

Rückenschläfer

Für Rückenschläfer mit Rückenschmerzen ist ein Topper zu empfehlen, der flächenelastisch reagiert und nicht zu weich ist. Der Beckenbereich darf nicht zu tief einsinken, da gerade dies oft zu Rückenschmerzen führt. Visco-Topper oder Gelschaum-Topper können auch hier für optimale Entlastung und Unterstützung sorgen.

Bauchschläfer

Wer überwiegend auf dem Bauch liegend schläft und unter Rückenschmerzen leidet, braucht Unterstützung für das Kreuz. Bauchschläfer können von einem Topper profitieren, der nicht zu weich ist. Damit wird vermieden, dass jemand auf dem Bauch liegend ins Hohlkreuz kommt. Dies spricht für härtere und weniger anpassungsfähige Topper. Hier eignen sich klassische Matratzen-Topper aus Kaltschaum.

Wie lange braucht der Körper, bis die Rückenschmerzen durch einen Topper besser werden?

Ähnlich wie bei einer neuen Matratze benötigt der Körper auch bei einem neuen Topper eine gewisse Eingewöhnungszeit. Es kann vorkommen, dass die neue Unterlage zunächst ungewohnt und wenig komfortabel wirkt. Mittel- bis langfristig macht sich ein guter Topper jedoch bezahlt.

Gerade bei Rückenschmerzen führt eine ergonomisch durchdachte Schlafposition auf einem geeigneten Topper zu nachhaltigen Resultaten und hilft dabei, Spätfolgen der Rückenschmerzen zu vermeiden. Wenn der Topper den eigenen anatomischen Anforderungen genügt, kann sich die Muskulatur langsam entspannen. Bandscheiben können die am Tag verlorene Flüssigkeit wiederaufnehmen.

Die Eingewöhnungszeit hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehört die Nutzungsdauer der vorherigen Matratze ohne Topper sowie die Qualität des neuen Toppers. Durchschnittlich ist damit zu rechnen, dass sich der Körper nach etwa 4 Wochen an die neue Unterlage gewöhnt hat. Bis dahin sind Fehlhaltungen einer nicht optimalen Matratze korrigiert. Der Körper verlernt die bis dahin eingenommene Schonhaltung. In der Praxis kann die Umstellungszeit auch kürzer oder etwas länger ausfallen.

Fazit

Hochwertige Matratzen-Topper, die zur eigenen Anatomie passen, können gerade bei Rückenschmerzen die Liegeposition und damit die Schlafqualität deutlich verbessern. Topper finden sich in zahlreichen Ausführungen und Materialien. Exzellente Allrounder sind Gelschaum-Topper, die zwar etwas hochpreisiger sind, aber über hervorragende Anpassungs-Fähigkeiten an den Körper verfügen. Auch elastische Visco-Topper können dazu beitragen, Rückenschmerzen nachhaltig zu reduzieren.

Gliederung des Beitrags

  1. Warum bekommt man Rückenschmerzen?
  2. Topper Materialien
    1. Kaltschaum Topper
    2. Visco-Topper
    3. Gelschaum-Topper
    4. Latex Topper
  3. Für welchen Schlaftyp ist welcher Topper geeignet?
    1. Seitenschläfer
    2. Rückenschläfer
    3. Bauchschläfer
  4. Wie lange braucht der Körper, bis die Rückenschmerzen durch einen Topper besser werden?
  5. Fazit